Eine ehemalige Benediktinerabtei ist Heimat des Geistlichen Zentrums. Um das Jahr 1090 von den Herzögen von Zährigen als Haus- und Grabkloster gegründet und im Jahre 1095 von Papst Urban II. bestätigt, entwickelte sie sich zu einem bedeutenden poltischen und kulturellen Zentrum im Hochschwarzwald.
Die ehemalige Benediktinerabtei St. Peter
In ihrer über 700-jährigen Geschichte musste die Abtei häufig schlimme Zeiten überstehen: den 30-jährigen Krieg, die Raubzüge Ludwig XIV., die Wirren der Französischen Revolution, aber auch vier schwere Brandkatastrophen. Im 18. Jahrhundert wurden Kirche und Klosteranlage nach Plänen des vorarlberger Baumeisters Peter Thumb neu errichtet. In napoleonischer Zeit wurde das zu Vorderösterreich gehörende Kloster zum Spielball politischer Mächte, bis es 1808 unter badische Herrschaft kam und aufgelöst wurde.
Im Kreuzgang
Rokoko-Bibliothek
Anders als anderen Klöstern blieb St. Peter der Abriss der Konventsgebäude erspart. So konnte 1842 das Priesterseminar der 1827 errichteten Erzdiözese Freiburg nach St. Peter verlegen. Seit September 2006 befindet sich das Priesterseminar wieder in Freiburg, so dass das Geistliche Zentrum in die Räume der ehemaligen Abtei einziehen konnte.